Was ist ein Passepartout?
Alles Wissenswerte auf einen Blick
Das Passepartout – mehr als ein einfacher Papiereinleger
Passepartout – was ist das eigentlich? Bei einem Passepartout handelt es sich um einen hochwertigen Karton mit Bildausschnitt, der zwischen das Glas des Bilderrahmens und das Bild gelegt wird. Das Passepartout hat meist eine schräge, im 45 Gradwinkel geschnittene Innenkante.
Das Passepartout unterscheidet sich von einem einfachen Papier- oder Pappeinleger, weil es einen besonderen optischen Mehrwert und professionellen Schutz bietet.
Im Folgenden erklären wir das Passepartout näher in vier Punkten:
- Zuerst gehen wir auf seine Zusammensetzung ein,
- anschließend weisen wir Sie auf drei wichtige Qualitätsmerkmale hin,
- dann erläutern wir, weshalb Ihr Bild mit einem Passepartout besser geschützt ist und
- zu guter Letzt werden Sie verstehen, inwiefern das Passepartout das Bild ästhetisch aufwertet.
Dieser Beitrag bietet Ihnen einen guten Gesamtüberblick über das Thema Passepartout, aber bestimmte Punkte haben wir zusätzlich für Sie in einem eigenständigen Artikel für Sie detaillierter ausgeführt. Sie finden die entsprechenden Links an den passenden Stellen im Text.
Schon neugierig geworden auf das Thema Passepartout? Dann lesen Sie jetzt weiter!
- Das Passepartout – mehr als ein einfacher Papiereinleger
- Erklärvideo „Was ist ein Passepartout?“
- Daraus setzt sich ein Passepartout zusammen
- Drei Qualitätsmerkmale bei Passepartouts
- Deshalb schützt das Passepartout Ihr Bild
- Das Passepartout wertet ein Bild ästhetisch auf
- Das Passepartout – ein Muss für die professionelle Bildeinrahmung
- Passepartout Zusammenfassung
- Noch mehr Wissenswertes rund ums Passepartout
Erklärvideo „Was ist ein Passepartout?“
Im Video gehen wir auf die Bestandteile und die wichtigsten Fachbegriffe ein. Erfahren Sie jetzt, worauf es bei einem hochwertigen Passepartout ankommt:
Daraus setzt sich ein Passepartout zusammen
Wie in der Einleitung erwähnt, ist ein Passepartout mehr als ein Papier- oder Kartoneinleger. Ein Passepartout setzt sich meist aus drei Papierschichten zusammen:
Die Bestandteile heißen Deckpapier, Kern und Rückenpapier. Die Komponenten können sich in ihrer Qualität stark unterscheiden.
Das Deckpapier (oberste Papierschicht) kann verschieden eingefärbt sein und unterschiedliche Oberflächen vorweisen. Bei Passepartouts in besserer Qualität ist das Deckpapier säurefrei, auch wenn es nicht mit dem Bild in Berührung kommt.
Ein ligninfreier Kern bildet die mittlere Schicht.
Das Rückenpapier (unterste Papierschicht) sollte unbedingt säurefrei sein, weil es auf dem originalen Kunstwerk aufliegt.
Wie bereits angedeutet, sind Passepartouts in vielen verschiedenen Qualitätsstufen auf dem Markt. Im nächsten Punkt gehen wir kurz darauf ein, damit Sie besser einschätzen können, welches Passepartout für Ihr Bild am besten geeignet ist.
Drei Qualitätsmerkmale bei Passepartouts
Der Passepartout-Markt bietet mittlerweile aufgrund der starken Konkurrenz zum Großteil qualitativ sehr gute bis hervorragende Passepartouts an. Diese drei Eigenschaften heben deutlich hervor, weshalb ein Passepartout kein gewöhnlicher Papiereinleger ist:
- Das Passepartout sollte entweder aus reiner Alphazellulose oder aus Baumwollfasern bestehen, damit es seine originäre Farbe behält. Unbedingt sollte es ligninfrei bzw. frei von Holzbestandteilen sein und nicht aus recyceltem Papier bestehen. Passepartouts, die Lignin enthalten, können sich mit der Zeit gelblich verfärben.
- Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Verwendung von säurefreiem Material, bestmöglich sind sowohl Deckpapier, wie auch Kern und Rückenpapier säurefrei. Achten Sie auf den pH-Wert – ist er neutral bis alkalisch? Wunderbar, denn damit ist Ihr Bild gut geschützt.
- Durch einen geringen Anteil an Calciumcarbonat (oft liest man „mit Calziumcarbonat gepuffert“) ist der Karton alterungsbeständiger und garantiert einen alkalischen pH-Wert.
Sofern Sie beim Passepartout-Kauf auf diese drei Qualitätsmerkmale achten, ist Ihr Bild ideal geschützt. Möchten Sie mehr über die wichtigen Begriffe erfahren, die beim Thema Passepartout häufig fallen?
Dann lesen Sie unseren Artikel „Diese Eigenschaften machen ein Passepartout so besonders“.
Deshalb schützt das Passepartout Ihr Bild
Bisher haben wir Ihnen die Bestandteile des Passepartouts vorgestellt, Sie auf drei wichtige Qualitätsmerkmale hingewiesen und erläutert, weshalb das Passepartout Ihr Bild schützt.
Im folgenden Punkt gehen wir darauf ein, inwiefern das Passepartout Ihr Bild ästhetisch aufwertet.
Das Passepartout wertet ein Bild ästhetisch auf
Ein Passepartout dient neben seiner Schutzfunktion außerdem als optischer Vermittler zwischen Bild und Rahmen. Aber woran liegt es, dass das Bild mit Passepartout schöner aussieht?
Das Passepartout lenkt den Blick auf das Kunstwerk, weil es eine Distanz zwischen Rahmen und Bild schafft. Das Bild wirkt eigenständiger und wird weniger stark vom Rahmen dominiert.
Durch die Distanz und der Schrägschnittkante entsteht außerdem eine Tiefenwirkung. Das heißt, dass das Bild räumlicher erscheint.
Passepartouts sind essentielle Komponenten in der Welt der Bilderrahmen. Manchmal wirken sich Details in der Bildpräsentation auf die gesamte Komposition aus, eine Komplementierung des Grundfarbtons dank eines farbigen Deckpapiers oder farbigen Kerns kann Akzente setzen, eine starke Kontrastfarbe ermöglicht außergewöhnliche Seherlebnisse.
Es lohnt sich also, Verschiedenes auszuprobieren.
Übrigens wird das Passepartout oft mit einem Fenster verglichen, das den Blick in die Bildlandschaft öffnet. Das ist ein schöner Vergleich, um zu verstehen, welchen ästhetischen Effekt das Passepartout auf das Bild ausübt.
Suchen Sie nach konkreter Inspiration, um den idealen optischen Begleiter für Ihr Bild zu finden?
Dann entdecken Sie unsere Expertentipps im Beitrag „So verschönert das Passepartout Ihr Bild“.
Das Passepartout – ein Muss für die professionelle Bildeinrahmung
Das Thema ist sehr ergiebig und spannend – ein paar Lesetipps haben wir Ihnen bereits im Laufe des Artikels verlinkt.
Möchten Sie noch konkret wissen, wie Sie die richtige Passepartout-Größe für Ihr Bild und den Rahmen herausfinden? Dann informieren Sie sich im Beitrag „Passepartout und Rahmen – wie groß muss ein Passepartout sein?“.
Und im Beitrag „So befestigen Sie das Bild richtig hinter dem Passepartout“ geben wir Ihnen den Expertentipp mit auf den Weg zur professionellen Bildeinrahmung.
Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr AllesRahmen-Team!
Zusammenfassung Passepartout
Die drei zentralen Bestandteile
- Deckpapier (oberste Papierschicht)
- Kern (mittlere Schicht)
- Rückenpapier (unterste Papierschicht)
- Bestmöglich weisen alle drei Bestandteile einen neutralen bis alkalischen pH-Wert vor.
Qualitätsmerkmale bei Passepartouts
- Alpha-Zellulose: Hochwertige, ligninfreie Zellulose, die alterungsbeständig ist und vor Schadstoffen schützt.
- Ligninfreiheit: Das Passepartout vergilbt nicht und bewahrt seine originale strahlende Farbe.
- Neutraler bis alkalischer pH-Wert: Ab einem pH-Wert von 7 ist das Bild optimal vor Säure und damit einen möglichen Verfall geschützt.
- Calciumcarbonat: Wird während der Pufferung zugesetzt und schützt vor Säure.
Schutz und Konservierung
- Bildet Barriere vor sauren Inhaltsstoffen aus dem Bilderrahmen (z.B. Klebstoffe).
- Nimmt Feuchtigkeit auf, bevor sie in das Bild zieht.
- Es entsteht ein Abstand zwischen Bilderglas und Bild, wodurch das Bild nicht am Bilderglas „klebt“.
Ästhetische Vorteile
- Durch die Distanz zwischen Rahmen und Bild wirkt das Bild eigenständiger.
- Dank der Schrägschnittkante erscheint das Bild räumlicher.
- Viele Farben ermöglichen das Hervorheben wichtiger Bilddetails.
- Bildfarben können harmonisch unterstrichen werden mit farbigem Deckpapier bzw. Kern.
- Das Passepartout wirkt wie ein Fenster, das den Betrachter ins Bild zieht.
Noch mehr Wissenswertes rund ums Passepartout
Möchten Sie noch mehr Wissenswertes rund ums Passepartout erfahren? Dann haben wir noch weitere Artikel passend zum Thema Passepartout: